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    Erklärvideo erstellen lassen: Kosten, Stile und worauf du achten musst

    Ein animiertes Erklärvideo erklärt dein Produkt in 90 Sekunden. Was die Produktion kostet, welcher Stil passt und woran du eine gute Produktionsfirma erkennst.

    von Josef KujawskiAktualisiert: 25. September 202611 Min Lesezeit2.002 Wörter
    Erklärvideo erstellen lassen: Kosten, Stile und worauf du achten musst
    Kurzantwort
    Ein professionelles Erklärvideo kostet zwischen 3.000 € und 12.000 € für individuelle 2D-Animation, einfache KI-Tools starten bei unter 500 €, Premium-3D liegt bei 12.000 € bis 30.000 €. Entscheidend für die Wirkung ist nicht der Stil, sondern das Skript: 90 Sekunden, eine Kernbotschaft, ein klarer Call-to-Action. Für SaaS-Produkte eignet sich eine Kombination aus Screencast und Motion Graphics besonders gut. Achte bei der Auswahl der Produktion auf ein echtes Skript- und Storyboard-Verfahren statt auf reine Animation.

    Was kostet es, ein Erklärvideo erstellen zu lassen?

    Die ehrliche Antwort: zwischen 500 € und 30.000 €. Die Spanne ist groß, weil sich dahinter vier völlig verschiedene Produktionswege verbergen. Was du für dein Geld bekommst, hängt weniger vom Anbieter ab als davon, wie individuell dein Film tatsächlich produziert wird.
    Erklärvideo Kosten: Preisskala von 0 € bis 30.000 € in vier Zonen
    Vier Preiszonen für Erklärvideos. Für die meisten Unternehmen ist die individuelle 2D-Produktion die sinnvolle Zone.
    ZonePreisWas du bekommstWann sinnvoll
    KI-Tool0 bis 500 €Automatisch generierte Clips aus TextvorlagenInterne Schulungen, schnelle Tests
    Template500 bis 3.000 €Vorgefertigte Szenen, deine Texte und FarbenEinfache Produkte, kleines Budget
    Individuell 2D3.000 bis 12.000 €Eigenes Skript, eigenes Design, eigene FigurenMarkenauftritt, Website, Vertrieb
    Premium 3D12.000 bis 30.000 €Aufwändige 3D-Welten, fotorealistische RenderProdukte, die man sonst nicht zeigen kann
    Der größte Kostentreiber ist nicht die Animationszeit, sondern die Konzeptionsarbeit davor. Skript, Sprechertext, Storyboard und Stilentwicklung machen bei einer guten Produktion oft die Hälfte des Budgets aus. Wer daran spart, bekommt hübsche Bilder ohne Botschaft.
    Kernaussage
    Der Preis eines Erklärvideos entscheidet sich im Skript, nicht in der Animation. 90 Sekunden individuelle 2D-Produktion liegen realistisch zwischen 3.000 € und 12.000 €.

    Welcher Erklärvideo-Stil passt zu deinem Thema?

    Stil ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Frage der Zielgruppe und des Themas. Sechs Stile dominieren den Markt:
    Sechs Erklärvideo-Stile im Überblick: Whiteboard, 2D Flat, Motion Graphics, 3D Animation, Character, Screencast
    Die sechs wichtigsten Stile für animierte Erklärfilme im Überblick.
    1. Whiteboard: Eine Hand zeichnet die Geschichte live. Funktioniert gut für komplexe, rationale Themen wie Versicherungen oder Prozesse, wirkt aber inzwischen oft angestaubt.
    2. 2D Flat Design: Flache Figuren und Formen, klar und modern. Der Standard für die meisten Unternehmensvideos, weil er fast jedes Corporate Design aufnehmen kann.
    3. Motion Graphics: Abstrakte Formen, Diagramme und Typografie in Bewegung. Ideal für Daten, Abläufe und B2B-Themen ohne menschliche Figuren.
    4. 3D Animation: Räumliche, oft fotorealistische Darstellung. Die richtige Wahl, wenn du Produkte zeigen musst, die innen liegen, noch nicht existieren oder zu klein für die Kamera sind.
    5. Character Animation: Eine wiederkehrende Figur trägt die Geschichte. Hoher Wiedererkennungswert, eignet sich für Serien und Kampagnen.
    6. Screencast: Der echte Bildschirm deiner Software, mit Zooms, Hervorhebungen und Sprecher. Pflichtbestandteil fast jedes Software-Videos.

    Erklärvideo selbst erstellen oder erstellen lassen?

    Die Google-Ergebnisse zu diesem Thema sind voll von Tools: Simpleshow, Canva, Renderforest, dazu ein Dutzend KI-Generatoren. Das ist kein Zufall, denn für bestimmte Zwecke sind sie die richtige Wahl. Für andere kosten sie dich mehr, als sie sparen.
    WegRealistische KostenZeitaufwand internSinnvoll für
    KI-Generator0 bis 40 € im Monat2 bis 5 StundenInterne Infos, schnelle Tests, Entwürfe
    Baukasten-Tool15 bis 100 € im Monat8 bis 20 StundenSchulungen, Social-Clips, wiederkehrende Formate
    Freelancer1.500 bis 5.000 €3 bis 6 StundenEin klar umrissenes Video ohne Markenaufbau
    Agentur3.000 bis 12.000 €4 bis 8 StundenWebsite, Vertrieb, Marke, wiederverwendbares System
    Der ehrliche Vergleich lautet nicht "günstig gegen teuer", sondern "deine Zeit gegen fremde Zeit". Ein Baukasten-Video sieht nach zwanzig Stunden Arbeit gut aus, nutzt aber Bausteine, die tausend andere Unternehmen ebenfalls verwenden. Für ein internes Schulungsvideo ist das völlig in Ordnung. Auf der Startseite, auf der du dich von Wettbewerbern unterscheiden willst, ist es ein Nachteil.

    Erklärfilm für SaaS: Der Sonderfall Software

    Software kann man nicht anfassen, fotografieren oder in die Hand nehmen. Genau deshalb ist das Erklärvideo für SaaS-Unternehmen kein Nice-to-have, sondern oft das wichtigste Verkaufsinstrument überhaupt. 96 % der Verbraucher geben an, sich schon einmal ein Erklärvideo angesehen zu haben, um mehr über ein Produkt oder eine Dienstleistung zu erfahren [1].
    Ein SaaS-Explainer folgt einer anderen Dramaturgie als ein klassischer Unternehmensfilm. Er beantwortet in dieser Reihenfolge genau drei Fragen:
    • Welches Problem löst die Software? Die ersten zehn Sekunden gehören dem Schmerz der Zielgruppe, nicht deinem Logo.
    • Wie fühlt sich die Lösung an? Kurze Screencast-Sequenzen zeigen die zwei oder drei wichtigsten Abläufe, bewusst vereinfacht und aufgeräumt.
    • Was passiert als Nächstes? Ein einziger Call-to-Action: Demo buchen, kostenlos testen, mehr erfahren. Nicht alle drei gleichzeitig.
    Die ideale Länge liegt bei 60 bis 90 Sekunden. Alles darüber gehört in ein separates Produktvideo oder ein Tutorial. Und weil SaaS-Produkte sich ständig weiterentwickeln, lohnt es sich, den Film modular zu bauen: einzelne Szenen lassen sich dann austauschen, ohne den ganzen Film neu zu produzieren.
    Das beste Erklärvideo nützt nichts, wenn das Skript schwach ist. Wir schreiben erst den Sprechertext und lesen ihn laut vor, bevor auch nur ein einziges Bild entsteht. Wer umgekehrt arbeitet, produziert teure Bewegtbild-Tapete.
    – Josef Kujawski, Geschäftsführer Maluure

    Praxisbeispiel: Blue Ant

    Blue Ant ist eine Multi-Projektmanagement-Software, mächtig, komplex und genau deshalb schwer in wenigen Sätzen zu erklären. Ein klassischer Fall für ein Erklärvideo. Für den Relaunch der Blue-Ant-Website haben wir ein Explainer-Video und animierte UI-Snippets produziert, die die Stärke der Software in eine klare, ästhetisch reduzierte Bildsprache übersetzen. Statt echten Bildschirmaufnahmen im Detailrausch zeigen vereinfachte, animierte Interfaces genau die Abläufe, die für Ressourcenplanung, Portfoliosteuerung und Projektmanagement entscheidend sind. So verstehen Besucher in Sekunden, warum Blue Ant die passende Lösung ist, ohne eine Demo zu brauchen.
    Blue Ant: Explainer-Video und animierte UI-Snippets für die Multi-Projektmanagement-Software
    Explainer-Video und animierte UI-Snippets für Blue Ant, umgesetzt von der Maluure GmbH

    So läuft die Produktion eines Erklärvideos ab

    Eine professionelle Produktion folgt immer denselben fünf Schritten. Wenn ein Anbieter davon welche überspringt, solltest du nachfragen:
    1. Briefing und Skript: Zielgruppe, Kernbotschaft, Tonalität. Der Sprechertext entsteht vor allem anderen und wird laut gelesen und gestoppt.
    2. Storyboard: Jede Szene als einzelnes Bild, mit Sprechertext darunter. Hier erkennst du, ob die Dramaturgie trägt.
    3. Stilframes: Zwei oder drei komplett ausgearbeitete Bilder im finalen Look. Erst nach deiner Freigabe wird animiert.
    4. Animation und Vertonung: Die eigentliche Produktion mit Sprecher, Sounddesign und Musik.
    5. Freigaben und Formate: Finale Version plus Kurzfassungen für Social Media, idealerweise direkt mit eingeplant. Ein Drehtag beziehungsweise eine Produktion sollte mehr liefern als nur ein Video, wie wir auch in unserem Artikel zur Social-Media-Nutzung von Bewegtbild beschreiben.
    Rechne für 90 Sekunden individuellen Film mit drei bis sechs Wochen Produktionszeit. Wer dir dieselbe Leistung in einer Woche verspricht, arbeitet mit Templates. Das ist legitim, sollte aber ehrlich kommuniziert und entsprechend bepreist sein.
    Kernaussage
    Skript, Storyboard und Stilframes sind die drei Freigabepunkte, an denen du die Qualität deines Erklärvideos kontrollierst. Wer sie überspringt, verkauft dir ein Template als Individualproduktion.

    Welche Fehler solltest du bei der Produktion vermeiden?

    Die teuersten Fehler entstehen lange vor der Animation. Fünf davon sehen wir in der Praxis immer wieder:
    • Zu viele Botschaften: Ein Erklärvideo hat Platz für genau eine Kernbotschaft. Wer drei Produkte, die Firmengeschichte und die neue App in 90 Sekunden unterbringen will, erklärt am Ende gar nichts.
    • Features statt Probleme: Niemand interessiert sich für sieben Funktionen. Alle interessiert, ob ihr Problem gelöst wird. Das Skript muss beim Schmerz der Zielgruppe beginnen, nicht bei deiner Produktliste.
    • Der Sprecher als Sparpotenzial: Ein guter Sprecher kostet 300 € bis 800 € und trägt den halben Film. Eine schwache Stimme oder eine KI-Stimme ohne Feinschliff macht selbst die beste Animation unglaubwürdig.
    • Keine Rechte geklärt: Musik, Sprecher und Figuren brauchen klare Nutzungsrechte, idealerweise zeitlich unbegrenzt und für alle deine Kanäle. Kläre das schriftlich im Angebot, nicht nach der Rechnung.
    • Nur ein Format bestellt: Der Film liegt als 16:9 vor, gebraucht wird er auf LinkedIn, Instagram und auf der Website. Kurzfassungen in 1:1 und 9:16 direkt mitzuproduzieren kostet wenig extra, nachträglich wird es teuer.

    Schulungsvideo, Lernvideo oder Produktvideo: Was brauchst du wirklich?

    Viele Anfragen starten mit dem Wort Erklärvideo, meinen aber ein anderes Format. Die Unterscheidung entscheidet über Länge, Budget und Kanal:
    • Erklärvideo: 60 bis 90 Sekunden, erklärt ein Problem und deine Lösung. Ziel ist Verständnis und ein nächster Schritt. Gehört auf Startseite, Landingpage und in den Vertrieb.
    • Produktvideo: 1 bis 3 Minuten, zeigt ein konkretes Produkt mit Funktionen und Details. Ziel ist die Kaufentscheidung kurz vor dem Abschluss.
    • Schulungsvideo: 3 bis 10 Minuten, führt Schritt für Schritt durch einen Ablauf. Ziel ist Handlungsfähigkeit, meist intern oder im Kundenservice.
    • Lernvideo: Teil einer Reihe, didaktisch aufgebaut, mit Wiederholung und Übung. Ziel ist Wissenstransfer über mehrere Einheiten.
    Faustregel: Je näher am Kauf, desto kürzer und emotionaler. Je weiter nach dem Kauf, desto länger und sachlicher. Wer ein Schulungsvideo im Erklärvideo-Stil produzieren lässt, zahlt für Dramaturgie, die niemand braucht. Wer umgekehrt ein zehnminütiges Tutorial auf die Startseite stellt, verliert 90 % der Besucher in den ersten dreißig Sekunden.
    Kernaussage
    Kläre vor jedem Angebot, ob du Verständnis, Kaufentscheidung oder Handlungsfähigkeit erzeugen willst. Aus dieser Antwort ergeben sich Länge, Format und Preis fast von selbst.

    Woran misst du den Erfolg deines Erklärvideos?

    Views allein sagen wenig. Ein Erklärvideo ist ein Vertriebsinstrument, also miss es an Vertriebskennzahlen:
    1. Sichtungsdauer: Wie viele Zuschauer sehen bis zur Call-to-Action am Ende? Unter 50 % deutet auf ein Längen- oder Dramaturgieproblem hin, nicht auf das falsche Thema.
    2. Conversion auf der Landingpage: Vergleiche die Anfragen der Seite mit und ohne eingebettetes Video. Hier zeigt sich der eigentliche Wert, nicht in den Aufrufzahlen.
    3. Nutzung im Vertrieb: Versendet dein Sales-Team den Film in Erstgesprächen und Angeboten? Ein Video, das der Vertrieb ignoriert, beantwortet meist die falschen Fragen.
    Wichtig ist, das Video dort einzusetzen, wo Entscheidungen fallen: auf der Angebotsseite, im Newsletter, im Sales-Prozess. Ein Erklärvideo, das nur auf einem ungeliebten YouTube-Kanal liegt, kann gar nicht wirken.

    Woran erkennst du eine gute Erklärvideo-Agentur?

    Der Markt reicht vom 490-€-Paket bis zur fünfstelligen Produktion, und die Websites sehen alle ähnlich aus. Diese fünf Fragen trennen im Erstgespräch sehr schnell:
    1. Wer schreibt das Skript? Wenn die Antwort "Sie liefern uns den Text" lautet, kaufst du reine Animationsdienstleistung. Das kann passen, ist aber etwas anderes als eine konzeptionelle Produktion.
    2. Sehe ich Stilframes vor der Animation? Seriöse Anbieter zeigen zwei bis drei fertige Bilder im finalen Look, bevor sie animieren. Wer direkt animiert, macht Korrekturen teuer.
    3. Wie viele Korrekturschleifen sind enthalten? Zwei Schleifen pro Phase sind üblich. Unbegrenzt klingt großzügig, endet aber meist in vagen Verträgen.
    4. Welche Nutzungsrechte bekomme ich? Zeitlich unbegrenzt, weltweit, alle Kanäle, inklusive Musik und Sprecher. Alles andere holt dich in zwei Jahren ein.
    5. Bekomme ich die Projektdateien? Nicht selbstverständlich, aber verhandelbar. Ohne sie ist jede spätere Änderung ein neues Projekt.
    Vergleiche Angebote außerdem nie über den Gesamtpreis, sondern über die Positionen. Ein Angebot mit ausgewiesenen Posten für Skript, Storyboard, Stilentwicklung, Animation, Sprecher und Formate lässt sich prüfen. Eine einzige Zeile "Erklärvideo 90 Sekunden" lässt sich nur glauben. Ausführlicher haben wir das im Artikel zur Auswahl einer Videoproduktion beschrieben.

    Lohnt sich ein Erklärvideo für dein Unternehmen?

    Videos auf Landingpages können die Conversion deutlich steigern, im Kern liegt der Effekt bei komplexen Angeboten am höchsten [2]. Die Faustregel: Je mehr Erklärungsbedarf dein Produkt hat und je höher der Preis, desto eher lohnt sich die Investition. Ein 50-€-Produkt braucht keinen 8.000-€-Film. Eine Software mit fünfstelligem Jahresvertrag schon.
    Plane das Video nicht als Einzelprojekt, sondern als Baustein deines Bewegtbild-Systems. Wer schon einen Imagefilm produzieren lässt, kann Figuren, Stil und Sprecher wiederverwenden. Und wer das Skript sauber aufsetzt, hat gleichzeitig die Vorlage für Vertriebspräsentation, Website-Texte und Sales-Mails.
    Du überlegst, ein Erklärvideo produzieren zu lassen? Wir beraten dich zu Stil, Budget und Dramaturgie und erstellen ein Konzept, das zu deiner Marke passt.
    Erklärvideo anfragen
    Wenn du statt einer Erklärung eher dein Unternehmen als Ganzes zeigen willst, lohnt der Blick auf unsere Übersicht Imagefilm erstellen lassen mit Ablauf, Referenzen und Preisen.

    Häufige Fragen

    Was kostet ein Erklärvideo?+
    Zwischen 500 € und 30.000 €. KI-Tools starten unter 500 €, Template-Produktionen liegen bei 500 € bis 3.000 €, individuelle 2D-Animation bei 3.000 € bis 12.000 € und Premium-3D bei 12.000 € bis 30.000 €.
    Wie lang sollte ein Erklärvideo sein?+
    60 bis 90 Sekunden sind ideal. Für sehr komplexe Themen maximal zwei Minuten. Alles darüber gehört in ein separates Produktvideo oder Tutorial.
    Was ist der Unterschied zwischen Erklärvideo und Erklärfilm?+
    Keiner. Beide Begriffe bezeichnen dasselbe Format: einen kurzen Film, der ein Produkt, eine Dienstleistung oder einen Prozess verständlich erklärt. Erklärfilm klingt etwas hochwertiger, Erklärvideo wird häufiger gesucht.
    Welcher Stil eignet sich für ein SaaS-Explainer-Video?+
    Eine Kombination aus Motion Graphics und Screencast. Motion Graphics tragen die Dramaturgie, echte Bildschirmaufnahmen beweisen, dass die Software funktioniert. Wichtig ist ein modularer Aufbau, damit einzelne Szenen bei Produktupdates austauschbar bleiben.
    Wie lange dauert die Produktion eines Erklärvideos?+
    Für 90 Sekunden individuellen Film realistisch drei bis sechs Wochen. Skript und Konzeption brauchen oft genauso viel Zeit wie die Animation selbst.
    Kann ich ein Erklärvideo mit KI selbst erstellen?+
    Für interne Zwecke und schnelle Tests ja. Für den öffentlichen Markenauftritt erkennen Zuschauer KI- und Template-Videos inzwischen schnell, und das wirkt sich auf die Wahrnehmung deiner Marke aus.
    Was muss im Briefing für ein Erklärvideo stehen?+
    Zielgruppe, die eine Kernbotschaft, gewünschte Länge, Einsatzorte, Tonalität und Beispiele, die dir gefallen. Je klarer das Briefing, desto weniger Korrekturschleifen und desto günstiger das Angebot.
    Lohnt sich ein Erklärvideo auch für kleine Unternehmen?+
    Ja, wenn dein Angebot Erklärungsbedarf hat. Gerade kleine Unternehmen mit komplexen Leistungen profitieren, weil das Video im Vertrieb und auf der Website rund um die Uhr erklärt, was sonst jedes Mal neu erzählt werden muss.
    Was ist der Unterschied zwischen Erklärvideo und Schulungsvideo?+
    Ein Erklärvideo dauert 60 bis 90 Sekunden und soll Verständnis und Interesse erzeugen, meist auf Website oder Landingpage. Ein Schulungsvideo dauert 3 bis 10 Minuten und führt Schritt für Schritt durch einen Ablauf, damit Mitarbeitende oder Kunden anschließend selbst handeln können. Unterschiedliche Ziele bedeuten unterschiedliche Dramaturgie, Länge und Budgets.
    Lohnt sich ein Erklärvideo-Tool wie Simpleshow oder Canva?+
    Für interne Schulungen, schnelle Tests und wiederkehrende Social-Clips sind Baukasten-Tools eine sinnvolle Lösung, sie kosten je nach Anbieter etwa 15 bis 100 € im Monat. Für Website und Vertrieb sind sie schwächer, weil die Bausteine von vielen Unternehmen genutzt werden und dein Video damit austauschbar wirkt. Eine gute Kombination: das zentrale Video professionell produzieren lassen und Folgevideos anschließend selbst im Tool bauen.
    Woran erkenne ich eine gute Erklärvideo-Agentur?+
    An fünf Punkten: Die Agentur schreibt das Skript selbst, zeigt Stilframes vor der Animation, benennt die Zahl der Korrekturschleifen, gibt zeitlich unbegrenzte Nutzungsrechte für alle Kanäle inklusive Musik und Sprecher und legt ein Angebot mit einzelnen Positionen statt einer Pauschalzeile vor.

    Quellen

    1. The State of Video Marketing 2025, Wyzowl (2025)
    2. Video Marketing Statistics und Conversion-Studien, HubSpot (2025)
    #Erklärvideo#Erklärfilm#Animation#SaaS#Videoproduktion#Imagefilm#Bewegtbild#Köln
    Josef Kujawski
    Autor
    Josef Kujawski
    Geschäftsführer & Creative Director bei Maluure

    Josef leitet die strategische und gestalterische Entwicklung von Marken bei Maluure. Seit über einem Jahrzehnt begleitet er mittelständische Unternehmen von der Markenpositionierung bis zur digitalen Umsetzung.

    Geschäftsführer der Maluure GmbH, Köln. Spezialisiert auf Corporate Design, Markenstrategie und digitale Markenerlebnisse.

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