Zum Hauptinhalt springen
    SEO & Marketing

    Google Ads selbst machen oder Agentur beauftragen?

    Google Ads selbst zu schalten ist möglich, aber nicht immer günstig. Wann sich die Eigenregie lohnt, ab welchem Budget eine Agentur günstiger ist als Lehrgeld und wie du den Wechsel sauber vorbereitest.

    von Josef Kujawski7 Min Lesezeit967 Wörter
    Google Ads selbst machen oder Agentur beauftragen?
    Kurzantwort
    Google Ads selbst zu schalten ist technisch einfach, aber selten günstig: Ohne saubere Kontostruktur, Tracking und gepflegte Suchbegriffe zahlst du eine Lernphase, die 20 bis 40 Prozent des Budgets kosten kann. Unter etwa 500 Euro Monatsbudget ist Eigenregie meist die ehrlichere Variante, ab rund 1.000 Euro kippt die Rechnung zugunsten einer Agentur. Entscheidend sind Conversion-Tracking, passende Landingpages und Erfahrung mit Gebotsstrategien. Das Konto sollte immer dir gehören, die Agentur arbeitet als eingeladener Nutzer.

    Kann man Google Ads selbst machen?

    Ja, technisch kann das jeder. Ein Google-Konto, eine Kreditkarte, eine halbe Stunde Einrichtung, und die erste Kampagne läuft. Die eigentliche Frage ist nicht, ob du Google Ads selbst machen kannst, sondern was es dich kostet, wenn du es ohne Erfahrung tust. Denn Google verdient an jedem Klick, egal ob der Klick etwas bringt oder nicht.
    Die Plattform ist bewusst so gebaut, dass der Einstieg leicht ist. Der Express-Modus, automatische Kampagnenvorschläge und Smart-Kampagnen suggerieren, dass alles von allein läuft. In der Praxis laufen solche Konten fast immer mit zu breiten Keywords, ohne ausschließende Keywords und mit einem Tracking, das Klicks statt Anfragen zählt. Das merkst du erst, wenn das Budget weg ist.
    Kernaussage
    Google Ads selbst zu machen ist möglich. Die Frage ist, ob du die Lernphase mit deinem Budget finanzieren willst oder mit dem Wissen von jemandem, der sie schon hinter sich hat.

    Was kostet das Selbermachen wirklich?

    Die ehrliche Rechnung besteht aus drei Posten: deinem Mediabudget, deiner Zeit und dem Lehrgeld der ersten Monate. Gerade der dritte Posten wird gern unterschätzt. Google selbst gibt an, dass neue Kampagnen eine Lernphase von ein bis zwei Wochen brauchen, in der die Gebote schwanken [1]. Ohne Erfahrung dauert diese Phase deutlich länger, weil gleichzeitig an Struktur, Keywords und Anzeigen geschraubt wird.
    KostenpunktSelber machenMit Agentur
    Mediabudgetdirekt an Googledirekt an Google
    Setupdeine Zeit, ca. 10–20 Stundeneinmalig ca. 900–2.500 €
    Laufende Pflege2–5 Stunden pro Wocheca. 400–1.500 € pro Monat
    Lehrgeld in der Lernphaserealistisch 20–40 % des Budgets in den ersten Monatendeutlich geringer, weil Struktur von Anfang an stimmt
    Landingpagevorhandene Website, oft nicht conversion-optimiertwird mitgebaut oder angepasst
    Wenn du 1.000 € im Monat an Google zahlst und davon in den ersten drei Monaten je 300 € verpuffen, weil Struktur und Tracking nicht stimmen, hast du 900 € Lehrgeld gezahlt. Dafür hättest du fast ein professionelles Setup bekommen.

    Wann lohnt sich das Selbermachen?

    Es gibt Fälle, in denen Eigenregie die ehrlich bessere Variante ist:
    1. Sehr kleines Budget. Unter etwa 500 € Mediabudget im Monat frisst die Betreuungsgebühr den Hebel auf. Dann lieber selbst lernen oder erst gar nicht mit Ads starten.
    2. Lokales, enges Angebot. Ein Handwerksbetrieb mit drei Leistungen und einem klaren Einzugsgebiet kommt mit einer einfachen Kampagne oft erstaunlich weit.
    3. Du hast Zeit und Lust auf das Thema. Google Ads ist erlernbar. Wer sich ernsthaft einarbeitet, Suchbegriffe pflegt und Tracking versteht, kann kleine Konten gut selbst führen.
    4. Testphase vor der Agentur. Wer erst verstehen will, ob sein Angebot überhaupt per Suchanzeige nachgefragt wird, kann mit kleinem Budget selbst testen, bevor er investiert.

    Wann lohnt sich eine Agentur?

    Ab etwa 1.000 € Mediabudget im Monat kippt die Rechnung meist. Dann kostet dich eine falsche Kontostruktur mehr, als die Betreuung kostet. Dazu kommen drei Dinge, die du als Laie kaum selbst aufbaust:
    • Sauberes Conversion-Tracking. Ohne korrekt gemessene Anfragen, Anrufe und Formulare optimierst du auf Klicks. Das ist der häufigste Grund, warum Selbstläufer-Konten viel Geld kosten und wenig bringen.
    • Landingpages, die konvertieren. Der Klick ist erst die halbe Miete. Wenn die Zielseite nicht zur Anzeige passt, zahlst du für Besucher, die wieder gehen.
    • Erfahrung mit Gebotsstrategien. Automatische Gebotsstrategien funktionieren erst ab ausreichenden Conversion-Daten. Vorher steuert man manuell nach, das braucht Routine.
    Das Teuerste an Google Ads ist nicht der Klickpreis, sondern die Lernphase, die man zweimal bezahlt: einmal mit Budget im eigenen Konto und einmal mit dem Neuaufbau, wenn eine Agentur das Chaos aufräumt. Wer von Anfang an Struktur hat, zahlt die Lernphase nur einmal.
    – Josef Kujawski, Geschäftsführer Maluure GmbH

    Was kostet eine Google-Ads-Agentur?

    Die Betreuung liegt je nach Kampagnenumfang meist zwischen 400 und 1.500 € im Monat, das Setup einmalig zwischen 900 und 2.500 €. Das Mediabudget kommt dazu und geht direkt an Google. Die genauen Bänder und woraus sich der Preis zusammensetzt, haben wir im Artikel zu den Google Ads Kosten aufgeschrieben. Wer vorab rechnen will, kann unseren Google Ads Preisrechner nutzen.
    Wichtig ist das Vertragsmodell: Das Konto muss dir gehören, die Agentur arbeitet als eingeladener Nutzer. Alles andere ist ein Warnsignal, weil du bei einem Wechsel sonst deine Kampagnenhistorie verlierst.

    Wie findest du die richtige Agentur?

    Vier Prüffragen, die mehr aussagen als jede Referenzmappe:
    1. Wem gehört das Konto? Die einzig richtige Antwort: dir.
    2. Wie wird reportet? Du willst Kosten pro Anfrage sehen, nicht Impressionen und Klicks.
    3. Wer baut die Landingpages? Wenn die Antwort "dein Webentwickler" lautet, fehlt die Hälfte der Optimierung.
    4. Was passiert in den ersten vier Wochen? Seriöse Antworten reden über Lernphase und Datensammlung, nicht über sofortige Spitzenplätze.
    Kernaussage
    Die Agenturfrage ist keine Vertrauensfrage, sondern eine Rechenfrage: Ab etwa 1.000 € Monatsbudget kostet dich das Selbermachen in der Regel mehr als die Betreuung, nur eben verteilt und unsichtbar.

    Fazit: Erst rechnen, dann entscheiden

    Google Ads selbst zu machen lohnt sich bei kleinen Budgets, engen lokalen Angeboten und echter Lust am Thema. Sobald das Budget vierstellig wird oder die Kampagne Umsatz bringen muss, ist professionelle Betreuung fast immer günstiger als das Lehrgeld der eigenen Lernphase.
    Wenn du unsicher bist, auf welcher Seite der Rechnung du stehst: Wir schauen uns deine Ausgangslage in einem kostenlosen Kontocheck an und sagen dir ehrlich, ob sich Ads für dich lohnen und ob du sie selbst fahren solltest oder nicht.
    Wir prüfen dein Konto oder deine Ausgangslage und sagen dir, ob sich Google Ads für dein Angebot rechnet. Kostenlos und ohne Verkaufsdruck.
    Kostenlosen Kontocheck anfragen

    Häufige Fragen

    Kann ich Google Ads komplett selbst machen?+
    Ja, technisch ist das ohne Vorkenntnisse möglich. Aufwendig wird es durch Keyword-Pflege, ausschließende Keywords, Conversion-Tracking und Gebotssteuerung. Ohne diese Pflege zahlt man meist Lehrgeld.
    Ab welchem Budget lohnt sich eine Google-Ads-Agentur?+
    Erfahrungsgemäß ab etwa 1.000 Euro Mediabudget im Monat. Darunter frisst die Betreuungsgebühr den Hebel, darüber kostet eine falsche Kontostruktur mehr als die Betreuung.
    Was kostet es, Google Ads selbst zu machen?+
    Neben dem Mediabudget vor allem Zeit: 10 bis 20 Stunden fürs Setup, danach zwei bis fünf Stunden Pflege pro Woche. Dazu kommt das Lehrgeld der Lernphase, realistisch 20 bis 40 Prozent des Budgets in den ersten Monaten.
    Wie lange dauert die Lernphase bei Google Ads?+
    Google gibt ein bis zwei Wochen an, in denen Gebote und Auslieferung schwanken. Ohne Erfahrung verlängert sich das, weil parallel an Struktur und Anzeigen gearbeitet wird.
    Woran erkenne ich eine gute Google-Ads-Agentur?+
    Vier Punkte: Das Konto gehört dir, das Reporting zeigt Kosten pro Anfrage statt Klicks, Landingpages werden mitoptimiert, und die ersten Wochen werden ehrlich als Lernphase beschrieben.
    Was ist der Unterschied zwischen Smart-Kampagnen und manuellen Kampagnen?+
    Smart-Kampagnen automatisieren fast alles und geben dir kaum Kontrolle über Suchbegriffe und Gebote. Manuelle Kampagnen brauchen mehr Wissen, zeigen aber genau, wofür jeder Euro ausgegeben wird.
    Kann ich von Selbermachen auf Agentur wechseln, ohne alles zu verlieren?+
    Ja, wenn das Konto dir gehört. Die Agentur übernimmt das bestehende Konto, prüft Struktur und Tracking und baut auf der Historie auf, statt bei null zu starten.

    Quellen

    1. Google Ads Hilfe: Lernphase bei automatischen Gebotsstrategien, Google (2025)
    2. Semrush Keyword-Datenbank, Klickpreise Deutschland, Semrush (2026)
    #Google Ads#SEA#Performance Marketing#Köln
    Josef Kujawski
    Autor
    Josef Kujawski
    Geschäftsführer & Creative Director bei Maluure

    Josef leitet die strategische und gestalterische Entwicklung von Marken bei Maluure. Seit über einem Jahrzehnt begleitet er mittelständische Unternehmen von der Markenpositionierung bis zur digitalen Umsetzung.

    Geschäftsführer der Maluure GmbH, Köln. Spezialisiert auf Corporate Design, Markenstrategie und digitale Markenerlebnisse.

    Newsletter

    Neue Artikel direkt ins Postfach.

    Ein Newsletter, wenn wir wirklich etwas Neues zu sagen haben. Kein Rauschen.

    Weiterlesen

    Weitere Blogthemen entdecken