Google Ads selbst machen oder Agentur beauftragen?
Google Ads selbst zu schalten ist möglich, aber nicht immer günstig. Wann sich die Eigenregie lohnt, ab welchem Budget eine Agentur günstiger ist als Lehrgeld und wie du den Wechsel sauber vorbereitest.

Kann man Google Ads selbst machen?
Was kostet das Selbermachen wirklich?
| Kostenpunkt | Selber machen | Mit Agentur |
|---|---|---|
| Mediabudget | direkt an Google | direkt an Google |
| Setup | deine Zeit, ca. 10–20 Stunden | einmalig ca. 900–2.500 € |
| Laufende Pflege | 2–5 Stunden pro Woche | ca. 400–1.500 € pro Monat |
| Lehrgeld in der Lernphase | realistisch 20–40 % des Budgets in den ersten Monaten | deutlich geringer, weil Struktur von Anfang an stimmt |
| Landingpage | vorhandene Website, oft nicht conversion-optimiert | wird mitgebaut oder angepasst |
Wann lohnt sich das Selbermachen?
- Sehr kleines Budget. Unter etwa 500 € Mediabudget im Monat frisst die Betreuungsgebühr den Hebel auf. Dann lieber selbst lernen oder erst gar nicht mit Ads starten.
- Lokales, enges Angebot. Ein Handwerksbetrieb mit drei Leistungen und einem klaren Einzugsgebiet kommt mit einer einfachen Kampagne oft erstaunlich weit.
- Du hast Zeit und Lust auf das Thema. Google Ads ist erlernbar. Wer sich ernsthaft einarbeitet, Suchbegriffe pflegt und Tracking versteht, kann kleine Konten gut selbst führen.
- Testphase vor der Agentur. Wer erst verstehen will, ob sein Angebot überhaupt per Suchanzeige nachgefragt wird, kann mit kleinem Budget selbst testen, bevor er investiert.
Wann lohnt sich eine Agentur?
- Sauberes Conversion-Tracking. Ohne korrekt gemessene Anfragen, Anrufe und Formulare optimierst du auf Klicks. Das ist der häufigste Grund, warum Selbstläufer-Konten viel Geld kosten und wenig bringen.
- Landingpages, die konvertieren. Der Klick ist erst die halbe Miete. Wenn die Zielseite nicht zur Anzeige passt, zahlst du für Besucher, die wieder gehen.
- Erfahrung mit Gebotsstrategien. Automatische Gebotsstrategien funktionieren erst ab ausreichenden Conversion-Daten. Vorher steuert man manuell nach, das braucht Routine.
Das Teuerste an Google Ads ist nicht der Klickpreis, sondern die Lernphase, die man zweimal bezahlt: einmal mit Budget im eigenen Konto und einmal mit dem Neuaufbau, wenn eine Agentur das Chaos aufräumt. Wer von Anfang an Struktur hat, zahlt die Lernphase nur einmal.
Was kostet eine Google-Ads-Agentur?
Wie findest du die richtige Agentur?
- Wem gehört das Konto? Die einzig richtige Antwort: dir.
- Wie wird reportet? Du willst Kosten pro Anfrage sehen, nicht Impressionen und Klicks.
- Wer baut die Landingpages? Wenn die Antwort "dein Webentwickler" lautet, fehlt die Hälfte der Optimierung.
- Was passiert in den ersten vier Wochen? Seriöse Antworten reden über Lernphase und Datensammlung, nicht über sofortige Spitzenplätze.
Fazit: Erst rechnen, dann entscheiden
Häufige Fragen
Kann ich Google Ads komplett selbst machen?+
Ab welchem Budget lohnt sich eine Google-Ads-Agentur?+
Was kostet es, Google Ads selbst zu machen?+
Wie lange dauert die Lernphase bei Google Ads?+
Woran erkenne ich eine gute Google-Ads-Agentur?+
Was ist der Unterschied zwischen Smart-Kampagnen und manuellen Kampagnen?+
Kann ich von Selbermachen auf Agentur wechseln, ohne alles zu verlieren?+
Quellen
- Google Ads Hilfe: Lernphase bei automatischen Gebotsstrategien, Google (2025)
- Semrush Keyword-Datenbank, Klickpreise Deutschland, Semrush (2026)

Josef leitet die strategische und gestalterische Entwicklung von Marken bei Maluure. Seit über einem Jahrzehnt begleitet er mittelständische Unternehmen von der Markenpositionierung bis zur digitalen Umsetzung.
Geschäftsführer der Maluure GmbH, Köln. Spezialisiert auf Corporate Design, Markenstrategie und digitale Markenerlebnisse.
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