Google Ads Kosten: Budget, Agenturhonorar und was realistisch drin ist
Was Google Ads wirklich kosten: Mediabudget und Agenturhonorar getrennt erklärt, realistische Klickpreise, Mindestbudgets für KMU und die typischen Geldverbrenner.

Zwei Kostenblöcke, die ständig verwechselt werden
- Mediabudget – das Geld, das direkt an Google fließt. Du zahlst pro Klick, nicht pro Einblendung. Dieses Geld ist weg, sobald es ausgegeben ist, egal ob die Kampagne gut oder schlecht läuft.
- Betreuung – das Honorar für Setup, Struktur, Anzeigentexte, Gebotssteuerung, Ausschluss-Listen und Reporting. Dieses Geld entscheidet darüber, wie effizient Block 1 arbeitet.

Was ein Klick in Deutschland realistisch kostet
| Branchen-Typ | Typischer CPC | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Lokales Handwerk, Dienstleistung vor Ort | 0,80 – 2,50 € | Günstige Klicks, aber begrenztes Suchvolumen im Umkreis |
| E-Commerce, Konsumgüter | 0,40 – 1,50 € | Viel Volumen, harte Preiskonkurrenz, Marge entscheidet |
| B2B, Software, Industrie | 3 – 12 € | Wenige Suchanfragen, dafür hoher Auftragswert |
| Recht, Finanzen, Versicherung | 8 – 25 € | Teuerste Auktionen überhaupt, Budget unter 2.000 € kaum sinnvoll |
| Agentur- und Marketingbegriffe | 8 – 20 € | Anbieter bieten gegen Anbieter, hohe Streuung |
Ab welchem Budget sich Ads für KMU rechnen
- Unter 500 € pro Monat: nur sinnvoll bei sehr günstigen lokalen Klicks und einem einzigen, scharf abgegrenzten Suchbegriff. Alles andere ist Streuung.
- 500 – 1.500 € pro Monat: der übliche Einstieg für lokale KMU. Eine bis zwei Kampagnen, klar begrenztes Keyword-Set, Fokus auf Suchbegriffe mit Kaufabsicht.
- 1.500 – 5.000 € pro Monat: hier wird ernsthafte Optimierung möglich. Genug Conversions, um Gebotsstrategien arbeiten zu lassen, Platz für Tests bei Anzeigen und Landingpages.
- Über 5.000 € pro Monat: sinnvoll bei überregionalem Vertrieb, mehreren Produktlinien oder teuren B2B-Auktionen.
Wir starten kein Ads-Konto, bevor wir nicht wissen, was ein Kunde beim Kunden wert ist. Ohne diese Zahl optimierst du auf Klicks statt auf Umsatz, und das ist der teuerste Fehler überhaupt.
Was Agenturen für die Betreuung verlangen
| Modell | Typische Höhe | Vorteil | Risiko |
|---|---|---|---|
| Prozent vom Mediabudget | 10 – 20 % | Skaliert mit dem Konto | Anreiz, das Budget zu erhöhen |
| Monatliche Pauschale | 300 – 1.500 € | Planbar, unabhängig vom Budget | Bei kleinen Konten relativ teuer |
| Setup plus Betreuung | 800 – 2.500 € einmalig, danach Pauschale | Sauberer Start wird bezahlt | Höhere Anfangsinvestition |
- Keyword-Recherche und Aufbau der Kontostruktur
- Anzeigentexte inklusive laufender Varianten-Tests
- Wöchentliche Pflege der Suchbegriff- und Ausschluss-Listen
- Conversion-Tracking und dessen Überwachung
- Monatliches Reporting mit Kosten pro Anfrage, nicht nur Klicks und Impressionen
- Abstimmungstermin, in dem Entscheidungen getroffen werden
Die typischen Geldverbrenner

- Weitgehend passende Keywords ohne Kontrolle. Google interpretiert deine Begriffe großzügig. Ohne wöchentlich gepflegte Ausschluss-Liste zahlst du für Suchanfragen, die nichts mit deinem Angebot zu tun haben.
- Kein Conversion-Tracking. Ohne gemessene Anfragen optimiert die Gebotsstrategie auf Klicks. Das ist die teuerste Art, Traffic zu kaufen.
- Zu viele Keywords in einer Kampagne. Das Budget verteilt sich, keine Anzeigengruppe sammelt genug Daten, nichts wird jemals besser.
- Anzeige führt auf die Startseite. Wer nach einer konkreten Leistung sucht und auf einer allgemeinen Startseite landet, springt ab. Der Klick ist bezahlt, die Anfrage bleibt aus.
- Kampagnen laufen unbeaufsichtigt weiter. Ein Konto ohne Pflege verliert nach unserer Erfahrung innerhalb weniger Monate spürbar an Effizienz, weil sich Wettbewerb und Suchverhalten verschieben.
- Budget zu klein für die gewählte Auktion. Bei 12 € CPC und 300 € Monatsbudget kaufst du 25 Klicks. Damit lässt sich nichts entscheiden.
Praxisbeispiel: Dekorent GmbH

So kalkulierst du dein Budget in fünf Schritten
- Auftragswert bestimmen. Was bringt ein durchschnittlicher Kunde an Deckungsbeitrag?
- Abschlussquote schätzen. Wie viele Anfragen brauchst du für einen Auftrag?
- Maximalen Preis pro Anfrage ableiten. Deckungsbeitrag geteilt durch benötigte Anfragen, davon höchstens ein Drittel.
- Klickpreis der eigenen Nische prüfen. Grob über den Keyword-Planer oder eine kurze Testphase.
- Mindestbudget rechnen. Du brauchst pro Monat mindestens 30 messbare Conversions in der Kampagne, um sinnvoll zu steuern. Weniger heißt: länger laufen lassen, bevor du etwas änderst.
Wann Google Ads die falsche Antwort ist
- Dein Angebot ist online nicht klar erklärt. Dann kaufst du Besucher für eine Seite, die nicht überzeugt. Erst die Website in Ordnung bringen, dann Traffic kaufen.
- Es gibt für dein Produkt schlicht keine Nachfrage in der Suche. Wer aktiv nicht sucht, wird über Suchanzeigen auch nicht gefunden.
- Das Budget reicht dauerhaft nicht für 30 Conversions pro Monat und du hast keine Geduld für sechs Monate Aufbau. Dann investierst du besser in lokale Sichtbarkeit und Inhalte.
Häufige Fragen
Was kosten Google Ads pro Monat?+
Wie viel kostet ein Klick bei Google Ads?+
Was kostet eine Google Ads Agentur?+
Ab welchem Budget lohnen sich Google Ads?+
Zahlt man bei Google Ads pro Klick oder pro Einblendung?+
Wie kann ich meine Google Ads Kosten senken?+
Wie lange dauert es, bis Google Ads funktionieren?+
Sind Google Ads besser als SEO?+
Brauche ich für Google Ads eine eigene Landingpage?+
Quellen
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Josef leitet die strategische und gestalterische Entwicklung von Marken bei Maluure. Seit über einem Jahrzehnt begleitet er mittelständische Unternehmen von der Markenpositionierung bis zur digitalen Umsetzung.
Geschäftsführer der Maluure GmbH, Köln. Spezialisiert auf Corporate Design, Markenstrategie und digitale Markenerlebnisse.
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