Google Ads Budget: Wie viel brauchst du wirklich?
Statt ein Budget zu raten, rechnest du es rückwärts: aus Anfragen, Conversion-Rate und Klickpreis. Mit Formel, Beispiel und Testphase.

Die falsche Frage zuerst
Die Formel

- Ziel festlegen: Wie viele Anfragen oder Verkäufe willst du pro Monat?
- Conversion-Rate schätzen: Wie viel Prozent der Besucher fragen auf deiner Landingpage an?
- Nötige Klicks berechnen: Anfragen geteilt durch Conversion-Rate.
- Klickpreis ermitteln: Den Gebotsbereich liefert der Keyword-Planer. [2]
- Budget berechnen: Klicks mal durchschnittlicher Klickpreis.
Ein Rechenbeispiel
| Schritt | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Zielanfragen | 20 pro Monat | 20 |
| Conversion-Rate | 5 % | 400 Klicks |
| Klickpreis | 2,50 € | 1.000 € Monatsbudget |
| Kosten pro Anfrage | 1.000 € ÷ 20 | 50 € |
Ist sich das für dich überhaupt rentabel?
Tagesbudget richtig verstehen
Typische Budgetfehler
- Zu viele Keywords mit zu wenig Budget: Lieber wenige, kaufnahe Begriffe gut abdecken.
- Ohne Conversion-Tracking starten: Ohne Messung weißt du nicht, was eine Anfrage kostet. [3]
- Zu früh abbrechen: Nach zwei Wochen sind die Daten selten aussagekräftig.
- Werbebudget und Betreuung vermischen: Beides getrennt planen, sonst fehlt am Ende Klickbudget.
- Startseite als Ziel: Treibt die Kosten pro Anfrage unnötig hoch.
Die Testphase einplanen

Ein kleines Budget ist kein Problem. Ein Budget, das sich auf zu viele Keywords verteilt, schon. Dann lernt niemand etwas, weder Google noch du.
Startbudget nach Ausgangslage
| Ausgangslage | Ziel der Testphase | Was das Budget leisten muss |
|---|---|---|
| Lokaler Dienstleister, wenige Leistungen | Erste Anfragen, echte Klickpreise kennenlernen | Täglich genug Klicks für die wichtigsten 5 bis 15 Keywords |
| Dienstleister mit mehreren Leistungen | Herausfinden, welche Leistung sich lohnt | Pro Leistung eine eigene Kampagne mit ausreichend Klicks |
| Onlineshop | Rentable Produkte und Kategorien finden | Genug Klicks, damit pro Produktgruppe Verkäufe messbar werden |
| B2B mit hohem Auftragswert | Qualifizierte Anfragen | Hohe Klickpreise einplanen, dafür wenige, sehr gezielte Begriffe |
Was neben dem Klickbudget anfällt
- Werbebudget: Geht direkt an Google und wird nach Klicks abgerechnet.
- Einrichtung: Kontostruktur, Keyword-Recherche, Anzeigen, Erweiterungen.
- Conversion-Tracking: Saubere Messung, inklusive Einwilligung nach DSGVO.
- Landingpage: Eine passende Zielseite, falls noch keine vorhanden ist.
- Laufende Betreuung: Suchbegriffe prüfen, Gebote anpassen, Anzeigen testen.
Wann du das Budget erhöhen solltest
- Die Kosten pro Anfrage liegen stabil unter deinem Zielwert.
- Google zeigt „durch Budget eingeschränkt" und du verlierst Impressionsanteile wegen des Budgets.
- Die Anfragequalität passt, also werden aus Anfragen tatsächlich Aufträge.
- Du hast die Kapazität, zusätzliche Anfragen auch zu bearbeiten.
Budget sparen, ohne Ergebnisse zu verlieren
- Ausschließende Keywords pflegen: Suchbegriffe wie „kostenlos", „Jobs" oder „selber machen" ausschließen, wenn sie nicht passen.
- Zeit und Ort steuern: Anzeigen nur in deinem Einzugsgebiet und zu Zeiten, in denen du erreichbar bist.
- Landingpage verbessern: Eine höhere Conversion-Rate senkt die Kosten pro Anfrage direkt. Mehr dazu im Artikel zum Qualitätsfaktor.
- SEO als zweites Standbein: Langfristig senkt organische Sichtbarkeit die Abhängigkeit von Klickpreisen, siehe Google Ads vs. SEO.
Fazit
Häufige Fragen
Wie viel Budget brauche ich für Google Ads?+
Wie berechne ich mein Google-Ads-Budget?+
Wie finde ich den Klickpreis für meine Keywords heraus?+
Kann Google mehr ausgeben als mein Tagesbudget?+
Was passiert bei einem zu kleinen Budget?+
Wie lange sollte die Testphase dauern?+
Gehören Agenturkosten zum Werbebudget?+
Wann sollte ich mein Google-Ads-Budget erhöhen?+
Wie kann ich bei Google Ads Budget sparen?+
Quellen
- Durchschnittliches Tagesbudget festlegen, Google Ads Hilfe (2025)
- Keyword-Planer verwenden, Google Ads Hilfe (2025)
- Conversion-Tracking einrichten, Google Ads Hilfe (2025)

Josef leitet die strategische und gestalterische Entwicklung von Marken bei Maluure. Seit über einem Jahrzehnt begleitet er mittelständische Unternehmen von der Markenpositionierung bis zur digitalen Umsetzung.
Geschäftsführer der Maluure GmbH, Köln. Spezialisiert auf Corporate Design, Markenstrategie und digitale Markenerlebnisse.
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