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    SEO & Marketing

    Google Ads Budget: Wie viel brauchst du wirklich?

    Statt ein Budget zu raten, rechnest du es rückwärts: aus Anfragen, Conversion-Rate und Klickpreis. Mit Formel, Beispiel und Testphase.

    von Josef KujawskiAktualisiert: 13. Oktober 20265 Min Lesezeit983 Wörter
    Google Ads Budget: Wie viel brauchst du wirklich?
    Kurzantwort
    Dein Google-Ads-Budget sollte nicht geraten, sondern berechnet werden. Die Formel: gewünschte Anfragen pro Monat geteilt durch die Conversion-Rate der Landingpage ergibt die nötigen Klicks, multipliziert mit dem durchschnittlichen Klickpreis ergibt das Budget. Den Klickpreis schätzt du vorab mit dem Keyword-Planer. Zu kleine Budgets liefern zu wenige Daten zum Optimieren. Plane deshalb eine Testphase von etwa zwei bis drei Monaten ein und prüfe danach die Kosten pro Anfrage.

    Die falsche Frage zuerst

    „Was sollte ich bei Google Ads ausgeben?" ist eine der häufigsten Fragen, die wir hören. Die ehrliche Antwort: Das lässt sich nicht pauschal sagen. Aber es lässt sich berechnen. Statt ein Budget zu raten, rechnest du es von deinem Ziel aus rückwärts.
    Einen Überblick über alle Kostenbestandteile inklusive Betreuung findest du in Google Ads Kosten. Hier geht es nur um eine Frage: Wie viel Werbebudget brauchst du für dein Ziel?

    Die Formel

    Trichter aus Klicks, Conversion-Rate und Anfragen, rückwärts gerechnet
    Vom Ziel aus rückwärts rechnen statt Budget raten.
    1. Ziel festlegen: Wie viele Anfragen oder Verkäufe willst du pro Monat?
    2. Conversion-Rate schätzen: Wie viel Prozent der Besucher fragen auf deiner Landingpage an?
    3. Nötige Klicks berechnen: Anfragen geteilt durch Conversion-Rate.
    4. Klickpreis ermitteln: Den Gebotsbereich liefert der Keyword-Planer. [2]
    5. Budget berechnen: Klicks mal durchschnittlicher Klickpreis.
    Monatsbudget = (Zielanfragen ÷ Conversion-Rate) × Klickpreis

    Ein Rechenbeispiel

    Ein Dienstleister möchte 20 Anfragen pro Monat. Die Zahlen sind beispielhaft und dienen nur der Veranschaulichung:
    SchrittAnnahmeErgebnis
    Zielanfragen20 pro Monat20
    Conversion-Rate5 %400 Klicks
    Klickpreis2,50 €1.000 € Monatsbudget
    Kosten pro Anfrage1.000 € ÷ 2050 €
    Steigt die Conversion-Rate durch eine bessere Landingpage auf 8 %, brauchst du nur noch 250 Klicks. Das Budget sinkt bei gleichem Ergebnis auf 625 €. Deshalb lohnt sich der Blick auf den Qualitätsfaktor und die Landingpage fast immer mehr als ein höheres Budget.
    Kernaussage
    Das Budget ist das Ergebnis deiner Rechnung, nicht ihr Anfang. Wer die Conversion-Rate verbessert, braucht für dasselbe Ziel weniger Budget.

    Ist sich das für dich überhaupt rentabel?

    Stelle den Kosten pro Anfrage gegenüber, was eine Anfrage wert ist. Wenn von zehn Anfragen zwei zu Aufträgen werden und ein Auftrag im Schnitt 2.000 € Deckungsbeitrag bringt, ist eine Anfrage rund 400 € wert. Dann sind 50 € pro Anfrage sehr gut. Bringt ein Auftrag nur 100 €, rechnet sich derselbe Wert nicht.

    Tagesbudget richtig verstehen

    In Google Ads stellst du ein durchschnittliches Tagesbudget ein. An einzelnen Tagen kann Google bis zum Doppelten ausgeben, über den Monat aber nicht mehr als das Tagesbudget mal etwa 30,4. [1] Für ein Monatsbudget von 1.000 € stellst du also rund 33 € pro Tag ein.

    Typische Budgetfehler

    • Zu viele Keywords mit zu wenig Budget: Lieber wenige, kaufnahe Begriffe gut abdecken.
    • Ohne Conversion-Tracking starten: Ohne Messung weißt du nicht, was eine Anfrage kostet. [3]
    • Zu früh abbrechen: Nach zwei Wochen sind die Daten selten aussagekräftig.
    • Werbebudget und Betreuung vermischen: Beides getrennt planen, sonst fehlt am Ende Klickbudget.
    • Startseite als Ziel: Treibt die Kosten pro Anfrage unnötig hoch.

    Die Testphase einplanen

    Zeitachse mit Testphase, Optimierung und Skalierung
    Erst testen, dann optimieren, dann skalieren.
    Plane die ersten zwei bis drei Monate als Testphase ein. In dieser Zeit lernst du die echten Klickpreise, Conversion-Raten und Suchbegriffe kennen. Danach entscheidest du anhand der Kosten pro Anfrage, ob du optimierst, umschichtest oder skalierst.
    Ein kleines Budget ist kein Problem. Ein Budget, das sich auf zu viele Keywords verteilt, schon. Dann lernt niemand etwas, weder Google noch du.
    – Josef Kujawski, Geschäftsführer Maluure GmbH

    Startbudget nach Ausgangslage

    Wie hoch das Budget am Anfang sein sollte, hängt weniger von der Branche ab als von der Frage, wie viele Daten du in der Testphase sammeln kannst. Als grobe Orientierung, ohne Betreuungskosten:
    AusgangslageZiel der TestphaseWas das Budget leisten muss
    Lokaler Dienstleister, wenige LeistungenErste Anfragen, echte Klickpreise kennenlernenTäglich genug Klicks für die wichtigsten 5 bis 15 Keywords
    Dienstleister mit mehreren LeistungenHerausfinden, welche Leistung sich lohntPro Leistung eine eigene Kampagne mit ausreichend Klicks
    OnlineshopRentable Produkte und Kategorien findenGenug Klicks, damit pro Produktgruppe Verkäufe messbar werden
    B2B mit hohem AuftragswertQualifizierte AnfragenHohe Klickpreise einplanen, dafür wenige, sehr gezielte Begriffe
    Eine einfache Faustregel: Dein Budget sollte reichen, damit jede Kampagne im Monat mindestens einige Conversions erzielen kann. Sonst kann weder Google mit automatischen Geboten noch du sinnvoll optimieren.

    Was neben dem Klickbudget anfällt

    Wer nur das Werbebudget kalkuliert, erlebt später Überraschungen. Zu den Gesamtkosten gehören:
    • Werbebudget: Geht direkt an Google und wird nach Klicks abgerechnet.
    • Einrichtung: Kontostruktur, Keyword-Recherche, Anzeigen, Erweiterungen.
    • Conversion-Tracking: Saubere Messung, inklusive Einwilligung nach DSGVO.
    • Landingpage: Eine passende Zielseite, falls noch keine vorhanden ist.
    • Laufende Betreuung: Suchbegriffe prüfen, Gebote anpassen, Anzeigen testen.
    Einen Überblick über typische Preisrahmen für Einrichtung und Betreuung findest du in Google Ads Kosten.
    Kernaussage
    Plane Werbebudget und Betreuung getrennt. Das Budget kauft Klicks, die Betreuung sorgt dafür, dass aus Klicks Anfragen werden.

    Wann du das Budget erhöhen solltest

    Mehr Budget lohnt sich erst, wenn die Grundlagen stimmen. Gute Signale:
    1. Die Kosten pro Anfrage liegen stabil unter deinem Zielwert.
    2. Google zeigt „durch Budget eingeschränkt" und du verlierst Impressionsanteile wegen des Budgets.
    3. Die Anfragequalität passt, also werden aus Anfragen tatsächlich Aufträge.
    4. Du hast die Kapazität, zusätzliche Anfragen auch zu bearbeiten.
    Erhöhe dann schrittweise, etwa um 20 bis 30 Prozent, und beobachte, ob die Kosten pro Anfrage stabil bleiben. Große Sprünge bringen automatische Gebotsstrategien oft kurzzeitig aus dem Tritt.

    Budget sparen, ohne Ergebnisse zu verlieren

    • Ausschließende Keywords pflegen: Suchbegriffe wie „kostenlos", „Jobs" oder „selber machen" ausschließen, wenn sie nicht passen.
    • Zeit und Ort steuern: Anzeigen nur in deinem Einzugsgebiet und zu Zeiten, in denen du erreichbar bist.
    • Landingpage verbessern: Eine höhere Conversion-Rate senkt die Kosten pro Anfrage direkt. Mehr dazu im Artikel zum Qualitätsfaktor.
    • SEO als zweites Standbein: Langfristig senkt organische Sichtbarkeit die Abhängigkeit von Klickpreisen, siehe Google Ads vs. SEO.

    Fazit

    Wie viel du für Google Ads brauchst, beantwortet eine einfache Rechnung: Ziel, Conversion-Rate, Klickpreis. Ob du die Kampagne selbst steuerst oder abgibst, kannst du mit unserem Artikel Google Ads selbst machen oder Agentur entscheiden.

    Häufige Fragen

    Wie viel Budget brauche ich für Google Ads?+
    Das hängt von Klickpreis, Conversion-Rate und gewünschter Anzahl Anfragen ab. Rechne rückwärts: Anfragen geteilt durch Conversion-Rate mal Klickpreis ergibt dein Monatsbudget.
    Wie berechne ich mein Google-Ads-Budget?+
    Gewünschte Anfragen pro Monat durch die erwartete Conversion-Rate teilen, das ergibt die nötigen Klicks. Diese mit dem durchschnittlichen Klickpreis multiplizieren.
    Wie finde ich den Klickpreis für meine Keywords heraus?+
    Der Keyword-Planer in Google Ads zeigt geschätzte Gebotsbereiche pro Suchbegriff und Region. Die tatsächlichen Preise siehst du erst nach den ersten Wochen Laufzeit.
    Kann Google mehr ausgeben als mein Tagesbudget?+
    Ja, an einzelnen Tagen kann Google bis zum Doppelten des Tagesbudgets ausgeben. Über den Monat gerechnet wird das durchschnittliche Tagesbudget mal etwa 30,4 nicht überschritten.
    Was passiert bei einem zu kleinen Budget?+
    Die Anzeigen laufen nur einen Teil des Tages, es entstehen zu wenige Klicks und Conversions, um sinnvoll zu optimieren. Lieber weniger Keywords mit ausreichendem Budget bespielen.
    Wie lange sollte die Testphase dauern?+
    Plane etwa zwei bis drei Monate ein. In dieser Zeit sammelt das Konto genug Daten, um Gebote, Keywords und Landingpage gezielt zu verbessern.
    Gehören Agenturkosten zum Werbebudget?+
    Nein. Das Werbebudget geht direkt an Google. Betreuung, Landingpage und Tracking kommen zusätzlich dazu und sollten getrennt kalkuliert werden.
    Wann sollte ich mein Google-Ads-Budget erhöhen?+
    Wenn die Kosten pro Anfrage stabil unter deinem Zielwert liegen, Google die Kampagne als durch das Budget eingeschränkt meldet und du zusätzliche Anfragen auch bearbeiten kannst. Am besten schrittweise um 20 bis 30 Prozent.
    Wie kann ich bei Google Ads Budget sparen?+
    Mit ausschließenden Keywords, Steuerung nach Zeit und Region und einer besseren Landingpage. Eine höhere Conversion-Rate senkt die Kosten pro Anfrage direkt.

    Quellen

    1. Durchschnittliches Tagesbudget festlegen, Google Ads Hilfe (2025)
    2. Keyword-Planer verwenden, Google Ads Hilfe (2025)
    3. Conversion-Tracking einrichten, Google Ads Hilfe (2025)
    #Google Ads#Google Ads Budget#Mediabudget#Performance Marketing
    Josef Kujawski
    Autor
    Josef Kujawski
    Geschäftsführer & Creative Director bei Maluure

    Josef leitet die strategische und gestalterische Entwicklung von Marken bei Maluure. Seit über einem Jahrzehnt begleitet er mittelständische Unternehmen von der Markenpositionierung bis zur digitalen Umsetzung.

    Geschäftsführer der Maluure GmbH, Köln. Spezialisiert auf Corporate Design, Markenstrategie und digitale Markenerlebnisse.

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