Was kostet eine Webflow-Website? Preise und Kalkulation
Webflow-Lizenz, Agenturleistung, laufende Kosten: Wie sich der Preis einer Webflow-Website zusammensetzt, welche Spannen realistisch sind und was den Preis nach oben treibt.

Wenn du nach Webflow-Preisen suchst, bekommst du zwei sehr unterschiedliche Antworten: die Preisliste von Webflow selbst und die Angebote von Agenturen. Beides zusammen ergibt erst die echten Projektkosten. Dieser Artikel trennt die Blöcke sauber und nennt Spannen, mit denen du intern kalkulieren kannst.
Die zwei Kostenblöcke: Lizenz und Agenturleistung
Webflow ist Baukasten, Editor, CMS und Hosting in einem Produkt. Was du dort bezahlst, ist die laufende Plattformgebühr. Was eine Agentur berechnet, ist die einmalige Leistung, aus der deine Website überhaupt erst entsteht: Struktur, Text, Design, Umsetzung, Testing.
| Block | Was enthalten ist | Größenordnung |
|---|---|---|
| Webflow-Lizenz (Site-Plan) | Hosting, CDN, SSL, Formulare, Basis-Traffic | ca. 14–39 € / Monat |
| Webflow CMS / Business | Redaktionelle Inhalte, mehr Traffic, mehr CMS-Einträge | ca. 23–39 € / Monat |
| Workspace-Seats | Nur nötig, wenn dein Team im Designer arbeitet | ab ca. 19 € / Monat |
| Agenturleistung | Konzept, Struktur, Design, Umsetzung, Redaktion, QA | 2.500 – 25.000 €+ einmalig |
| Pflege und Weiterentwicklung | Updates, neue Sektionen, Monitoring, Reporting | 150 – 900 € / Monat |
Die Lizenz ist der kleinere, planbare Teil. Sie bewegt sich im Jahr meist zwischen 200 und 500 €. Entscheidend für dein Budget ist der zweite Block.

Realistische Preisspannen nach Projektgröße
Die folgenden Spannen basieren auf Projekten, die wir als Maluure GmbH in Köln umgesetzt haben. Sie beziehen sich auf die einmalige Agenturleistung, ohne Lizenz und ohne laufende Betreuung.
| Projekttyp | Umfang | Preisspanne |
|---|---|---|
| Fokussierter Onepager | 1 Seite, klare Conversion, kein CMS | 2.500 – 5.000 € |
| KMU-Website | 5–10 Seiten, Leistungen, Kontakt, Referenzen | 6.000 – 12.000 € |
| CMS-Website | 10–20 Seiten plus Blog, Cases, Jobs, Filterlogik | 12.000 – 20.000 € |
| Custom-Projekt | Mehrsprachig, komplexe Interaktionen, Integrationen | ab 20.000 € |
Wichtig: Diese Spannen unterscheiden sich kaum von anderen Systemen. Wir haben das im Detail im Grundlagenartikel Was kostet eine Website wirklich? aufgeschlüsselt. Webflow spart keine Konzeptzeit, sondern Entwicklungs- und Wartungszeit.
Der teuerste Teil einer Website ist nie die Technik, sondern die Klarheit davor. Wer weiß, was seine Seite leisten soll, zahlt in Webflow spürbar weniger als jemand, der das im Bauprozess herausfinden will.
Was den Preis nach oben treibt

- CMS-Komplexität. Ein Blog mit einer Collection ist schnell gebaut. Sobald Cases, Jobs, Standorte und Personen miteinander verknüpft sind und gefiltert werden sollen, steigt der Aufwand deutlich. Jede Referenz zwischen zwei Collections bedeutet zusätzliche Templates und zusätzliche Tests.
- Custom-Interaktionen. Scroll-gesteuerte Animationen, Sticky-Sequenzen oder 3D-Elemente sind in Webflow möglich, kosten aber Zeit in Feinabstimmung und Performance-Optimierung. Als grobe Orientierung: eine aufwendige Hero-Animation liegt bei 1.500 bis 4.000 €.
- Migration von einem Altsystem. Bestehende Inhalte lassen sich per CSV in Webflow-Collections importieren, aber selten ohne Nacharbeit. Redirect-Konzept, URL-Mapping und Bildaufbereitung machen bei mittleren Bestandsseiten schnell 1.000 bis 3.000 € aus. Wer das spart, verliert Rankings.
- Mehrsprachigkeit. Webflow Localization ist ein kostenpflichtiges Add-on und verdoppelt den Redaktions- und Testaufwand nahezu.
- Barrierefreiheit. Kontraste, Fokuszustände und Tastaturbedienung gehören ins Konzept, nicht in die Nachbesserung. Sonst wird es später teurer.
- Datenqualität. Fehlende Texte und Bilder sind der häufigste Grund, warum Projekte sich verlängern und Budgets reißen.
Laufende Kosten realistisch ansetzen
Nach dem Launch bleiben drei Posten: die Webflow-Lizenz, optionale Add-ons und die Betreuung. Für eine typische Mittelstandsseite sind das:
- Site-Plan CMS: rund 276 € pro Jahr bei jährlicher Zahlung
- Domain und E-Mail: 30 bis 120 € pro Jahr
- Optionale Tools wie Formular-Backend, Analytics oder Suche: 0 bis 400 € pro Jahr
- Betreuung: 150 bis 900 € pro Monat, je nachdem ob nur Monitoring oder aktive Weiterentwicklung
Ein häufiger Denkfehler: Webflow braucht keine Plugin-Updates, also scheint Wartung überflüssig. Technisch stimmt das weitgehend. Inhaltlich nicht. Eine Website, die nach dem Launch zwei Jahre unverändert bleibt, verliert Sichtbarkeit, egal auf welchem System sie läuft.
Praxisbeispiel: Hoenen Leasing GmbH
Die Hoenen Leasing GmbH ist ein mittelständischer Finanzdienstleister mit erklärungsbedürftigen Leistungen und einer klar definierten Zielgruppe. Ausgangslage war ein in die Jahre gekommener Auftritt, der die Beratungsqualität nicht abgebildet hat. Wir haben Marke, Struktur und Website neu aufgesetzt: klare Leistungsseiten, ein reduziertes Kontaktkonzept und ein Seitenaufbau, den das Team selbst erweitern kann, ohne Design-Regeln zu brechen.

Zur vollständigen Case Study: Hoenen Leasing GmbH →
Genau das ist der Punkt, an dem sich Budget rechnet: nicht in der Anzahl der Effekte, sondern darin, wie lange eine Seite ohne Agentur weiterlebt.
So kalkulierst du dein eigenes Projekt
Statt einer pauschalen Zahl hilft eine kurze Rechnung. Zähle die Seitentypen, nicht die Seiten: Startseite, Leistungsseite, Referenzseite, Kontakt, Blogartikel, Rechtstexte. Jeder eigene Seitentyp bedeutet Design und Umsetzung. Zehn Leistungsseiten nach einem Muster kosten deutlich weniger als fünf individuell gestaltete Seiten.
Wenn du eine konkrete Zahl für deinen Fall willst, stell dein Projekt im Preisrechner zusammen. Du wählst Umfang, CMS-Bedarf und Zusatzleistungen und bekommst eine belastbare Spanne inklusive laufender Kosten, bevor wir überhaupt miteinander sprechen.
Lohnt sich Webflow für dein Budget?
Webflow lohnt sich, wenn Design-Anspruch und redaktionelle Selbstständigkeit zusammenkommen und du keine tiefen Individualfunktionen brauchst. Bei sehr kleinen Budgets unter 2.500 € ist ein Baukasten ehrlicher, bei Shop- oder Portallogik eher ein anderes System. Die Grundlagen dazu findest du unter Was ist Webflow? und im Direktvergleich Webflow vs. WordPress. Wer die Umsetzung abgeben will, findet den Leistungsumfang auf unserer Seite Webflow-Agentur.
Häufige Fragen
Was kostet eine Webflow-Website insgesamt?+
Wie viel kostet Webflow selbst pro Monat?+
Ist Webflow teurer als WordPress?+
Warum schwanken Webflow-Preise so stark?+
Was kostet die Migration einer bestehenden Website zu Webflow?+
Welche laufenden Kosten entstehen nach dem Launch?+
Kann ich Inhalte in Webflow selbst pflegen?+
Ab welchem Budget lohnt sich Webflow nicht?+

Josef leitet die strategische und gestalterische Entwicklung von Marken bei Maluure. Seit über einem Jahrzehnt begleitet er mittelständische Unternehmen von der Markenpositionierung bis zur digitalen Umsetzung.
Geschäftsführer der Maluure GmbH, Köln. Spezialisiert auf Corporate Design, Markenstrategie und digitale Markenerlebnisse.
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