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    Web & Design

    Was kostet eine Webflow-Website? Preise und Kalkulation

    Webflow-Lizenz, Agenturleistung, laufende Kosten: Wie sich der Preis einer Webflow-Website zusammensetzt, welche Spannen realistisch sind und was den Preis nach oben treibt.

    von Josef Kujawski8 Min Lesezeit984 Wörter
    Was kostet eine Webflow-Website? Preise und Kalkulation
    Kurzantwort
    Eine Webflow-Website besteht aus zwei Kostenblöcken: der Webflow-Lizenz (Site-Plan ab rund 14 € pro Monat, CMS-Plan ab rund 23 € pro Monat, jährliche Zahlung) und der Agenturleistung für Konzept, Design und Umsetzung. Realistisch liegen Projekte zwischen 2.500 € für einen fokussierten Onepager und 25.000 € und mehr für eine mehrsprachige CMS-Website mit aufwendigen Interaktionen. Der Löwenanteil entfällt fast immer auf Konzept und Design, nicht auf das Bauen selbst. Preistreiber sind CMS-Komplexität, Custom-Interaktionen und die Migration eines Altsystems. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Pflege und Weiterentwicklung.

    Wenn du nach Webflow-Preisen suchst, bekommst du zwei sehr unterschiedliche Antworten: die Preisliste von Webflow selbst und die Angebote von Agenturen. Beides zusammen ergibt erst die echten Projektkosten. Dieser Artikel trennt die Blöcke sauber und nennt Spannen, mit denen du intern kalkulieren kannst.

    Die zwei Kostenblöcke: Lizenz und Agenturleistung

    Webflow ist Baukasten, Editor, CMS und Hosting in einem Produkt. Was du dort bezahlst, ist die laufende Plattformgebühr. Was eine Agentur berechnet, ist die einmalige Leistung, aus der deine Website überhaupt erst entsteht: Struktur, Text, Design, Umsetzung, Testing.

    BlockWas enthalten istGrößenordnung
    Webflow-Lizenz (Site-Plan)Hosting, CDN, SSL, Formulare, Basis-Trafficca. 14–39 € / Monat
    Webflow CMS / BusinessRedaktionelle Inhalte, mehr Traffic, mehr CMS-Einträgeca. 23–39 € / Monat
    Workspace-SeatsNur nötig, wenn dein Team im Designer arbeitetab ca. 19 € / Monat
    AgenturleistungKonzept, Struktur, Design, Umsetzung, Redaktion, QA2.500 – 25.000 €+ einmalig
    Pflege und WeiterentwicklungUpdates, neue Sektionen, Monitoring, Reporting150 – 900 € / Monat

    Die Lizenz ist der kleinere, planbare Teil. Sie bewegt sich im Jahr meist zwischen 200 und 500 €. Entscheidend für dein Budget ist der zweite Block.

    Kernaussage
    Die Webflow-Lizenz kostet pro Jahr typischerweise so viel wie ein bis zwei Arbeitsstunden einer Agentur. Wer über Webflow-Preise spricht, spricht faktisch über Konzept- und Designaufwand.

    Balkendiagramm mit vier Projektgrößen: Onepager, KMU-Website, CMS-Website und Custom-Projekt
    Je größer Seitenzahl und CMS-Anteil, desto stärker steigt der Aufwand.

    Realistische Preisspannen nach Projektgröße

    Die folgenden Spannen basieren auf Projekten, die wir als Maluure GmbH in Köln umgesetzt haben. Sie beziehen sich auf die einmalige Agenturleistung, ohne Lizenz und ohne laufende Betreuung.

    ProjekttypUmfangPreisspanne
    Fokussierter Onepager1 Seite, klare Conversion, kein CMS2.500 – 5.000 €
    KMU-Website5–10 Seiten, Leistungen, Kontakt, Referenzen6.000 – 12.000 €
    CMS-Website10–20 Seiten plus Blog, Cases, Jobs, Filterlogik12.000 – 20.000 €
    Custom-ProjektMehrsprachig, komplexe Interaktionen, Integrationenab 20.000 €

    Wichtig: Diese Spannen unterscheiden sich kaum von anderen Systemen. Wir haben das im Detail im Grundlagenartikel Was kostet eine Website wirklich? aufgeschlüsselt. Webflow spart keine Konzeptzeit, sondern Entwicklungs- und Wartungszeit.

    Der teuerste Teil einer Website ist nie die Technik, sondern die Klarheit davor. Wer weiß, was seine Seite leisten soll, zahlt in Webflow spürbar weniger als jemand, der das im Bauprozess herausfinden will.
    Josef Kujawski, Geschäftsführer Maluure GmbH

    Was den Preis nach oben treibt

    Icon-Grid mit sechs Kostentreibern: Seitenzahl, CMS, Interaktion, Migration, Sprachen und Wartung
    Sechs Faktoren, die den Aufwand einer Webflow-Website bestimmen.
    1. CMS-Komplexität. Ein Blog mit einer Collection ist schnell gebaut. Sobald Cases, Jobs, Standorte und Personen miteinander verknüpft sind und gefiltert werden sollen, steigt der Aufwand deutlich. Jede Referenz zwischen zwei Collections bedeutet zusätzliche Templates und zusätzliche Tests.
    2. Custom-Interaktionen. Scroll-gesteuerte Animationen, Sticky-Sequenzen oder 3D-Elemente sind in Webflow möglich, kosten aber Zeit in Feinabstimmung und Performance-Optimierung. Als grobe Orientierung: eine aufwendige Hero-Animation liegt bei 1.500 bis 4.000 €.
    3. Migration von einem Altsystem. Bestehende Inhalte lassen sich per CSV in Webflow-Collections importieren, aber selten ohne Nacharbeit. Redirect-Konzept, URL-Mapping und Bildaufbereitung machen bei mittleren Bestandsseiten schnell 1.000 bis 3.000 € aus. Wer das spart, verliert Rankings.
    4. Mehrsprachigkeit. Webflow Localization ist ein kostenpflichtiges Add-on und verdoppelt den Redaktions- und Testaufwand nahezu.
    5. Barrierefreiheit. Kontraste, Fokuszustände und Tastaturbedienung gehören ins Konzept, nicht in die Nachbesserung. Sonst wird es später teurer.
    6. Datenqualität. Fehlende Texte und Bilder sind der häufigste Grund, warum Projekte sich verlängern und Budgets reißen.

    Laufende Kosten realistisch ansetzen

    Nach dem Launch bleiben drei Posten: die Webflow-Lizenz, optionale Add-ons und die Betreuung. Für eine typische Mittelstandsseite sind das:

    • Site-Plan CMS: rund 276 € pro Jahr bei jährlicher Zahlung
    • Domain und E-Mail: 30 bis 120 € pro Jahr
    • Optionale Tools wie Formular-Backend, Analytics oder Suche: 0 bis 400 € pro Jahr
    • Betreuung: 150 bis 900 € pro Monat, je nachdem ob nur Monitoring oder aktive Weiterentwicklung

    Ein häufiger Denkfehler: Webflow braucht keine Plugin-Updates, also scheint Wartung überflüssig. Technisch stimmt das weitgehend. Inhaltlich nicht. Eine Website, die nach dem Launch zwei Jahre unverändert bleibt, verliert Sichtbarkeit, egal auf welchem System sie läuft.

    Kernaussage
    Rechne bei einer Webflow-Website mit rund 300 bis 800 € Plattformkosten pro Jahr und plane Budget für Inhalte ein, nicht für technische Wartung.

    Praxisbeispiel: Hoenen Leasing GmbH

    Die Hoenen Leasing GmbH ist ein mittelständischer Finanzdienstleister mit erklärungsbedürftigen Leistungen und einer klar definierten Zielgruppe. Ausgangslage war ein in die Jahre gekommener Auftritt, der die Beratungsqualität nicht abgebildet hat. Wir haben Marke, Struktur und Website neu aufgesetzt: klare Leistungsseiten, ein reduziertes Kontaktkonzept und ein Seitenaufbau, den das Team selbst erweitern kann, ohne Design-Regeln zu brechen.

    Website und Markenauftritt der Hoenen Leasing GmbH
    Hoenen Leasing GmbH, umgesetzt von der Maluure GmbH.

    Zur vollständigen Case Study: Hoenen Leasing GmbH →

    Genau das ist der Punkt, an dem sich Budget rechnet: nicht in der Anzahl der Effekte, sondern darin, wie lange eine Seite ohne Agentur weiterlebt.

    So kalkulierst du dein eigenes Projekt

    Statt einer pauschalen Zahl hilft eine kurze Rechnung. Zähle die Seitentypen, nicht die Seiten: Startseite, Leistungsseite, Referenzseite, Kontakt, Blogartikel, Rechtstexte. Jeder eigene Seitentyp bedeutet Design und Umsetzung. Zehn Leistungsseiten nach einem Muster kosten deutlich weniger als fünf individuell gestaltete Seiten.

    Wenn du eine konkrete Zahl für deinen Fall willst, stell dein Projekt im Preisrechner zusammen. Du wählst Umfang, CMS-Bedarf und Zusatzleistungen und bekommst eine belastbare Spanne inklusive laufender Kosten, bevor wir überhaupt miteinander sprechen.

    Lohnt sich Webflow für dein Budget?

    Webflow lohnt sich, wenn Design-Anspruch und redaktionelle Selbstständigkeit zusammenkommen und du keine tiefen Individualfunktionen brauchst. Bei sehr kleinen Budgets unter 2.500 € ist ein Baukasten ehrlicher, bei Shop- oder Portallogik eher ein anderes System. Die Grundlagen dazu findest du unter Was ist Webflow? und im Direktvergleich Webflow vs. WordPress. Wer die Umsetzung abgeben will, findet den Leistungsumfang auf unserer Seite Webflow-Agentur.

    Häufige Fragen

    Was kostet eine Webflow-Website insgesamt?+
    Rechne mit 2.500 bis 25.000 € einmalig für Konzept, Design und Umsetzung, dazu rund 200 bis 500 € pro Jahr für die Webflow-Lizenz. Eine typische Mittelstandsseite mit 5 bis 10 Seiten liegt bei 6.000 bis 12.000 €.
    Wie viel kostet Webflow selbst pro Monat?+
    Ein Site-Plan startet bei rund 14 € pro Monat bei jährlicher Zahlung, der CMS-Plan bei rund 23 €. Workspace-Seats für eigene Designer-Zugänge kosten zusätzlich.
    Ist Webflow teurer als WordPress?+
    In der Lizenz ja, in der Gesamtrechnung meist nicht. WordPress spart Plattformgebühren, verursacht aber laufend Kosten für Hosting, Plugin-Lizenzen, Updates und Sicherheitspflege.
    Warum schwanken Webflow-Preise so stark?+
    Weil der Preis fast vollständig vom Konzept- und Designaufwand bestimmt wird. Seitentypen, CMS-Struktur, Interaktionen und Mehrsprachigkeit verändern den Aufwand um ein Vielfaches, die Technik selbst kaum.
    Was kostet die Migration einer bestehenden Website zu Webflow?+
    Bei mittleren Bestandsseiten typischerweise 1.000 bis 3.000 €. Enthalten sind Inhaltsimport, URL-Mapping und ein Redirect-Konzept, damit Rankings erhalten bleiben.
    Welche laufenden Kosten entstehen nach dem Launch?+
    Lizenz und Domain liegen bei rund 300 bis 800 € pro Jahr. Betreuung und Weiterentwicklung bewegen sich je nach Umfang zwischen 150 und 900 € pro Monat.
    Kann ich Inhalte in Webflow selbst pflegen?+
    Ja. Über den Editor pflegen Redakteure Texte, Bilder und CMS-Einträge, ohne das Design verändern zu können. Das senkt die laufenden Agenturkosten spürbar.
    Ab welchem Budget lohnt sich Webflow nicht?+
    Unter etwa 2.500 € ist ein Baukasten ehrlicher. Auch bei komplexer Shop-, Portal- oder Individuallogik ist ein anderes System meist wirtschaftlicher.
    #Webflow#Preise#Website-Kosten#Kalkulation
    Josef Kujawski
    Autor
    Josef Kujawski
    Geschäftsführer & Creative Director bei Maluure

    Josef leitet die strategische und gestalterische Entwicklung von Marken bei Maluure. Seit über einem Jahrzehnt begleitet er mittelständische Unternehmen von der Markenpositionierung bis zur digitalen Umsetzung.

    Geschäftsführer der Maluure GmbH, Köln. Spezialisiert auf Corporate Design, Markenstrategie und digitale Markenerlebnisse.

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