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    SEO & Marketing

    SEO-Freelancer oder Agentur: Was für dein Unternehmen wirklich passt

    Freelancer oder Agentur für SEO? Ein ehrlicher Vergleich nach Kosten, Ausfallrisiko, Umsetzungstiefe und Projektgröße, plus eine Entscheidungshilfe für den Mittelstand.

    von Josef Kujawski4 Min Lesezeit717 Wörter
    SEO-Freelancer oder Agentur: Was für dein Unternehmen wirklich passt
    Kurzantwort
    Ein SEO-Freelancer ist die richtige Wahl, wenn deine Website technisch steht, du intern jemanden hast, der umsetzt, und der Bedarf klar abgegrenzt ist. Eine Agentur lohnt sich, sobald Technik, Text und Design gleichzeitig angefasst werden müssen oder Verfügbarkeit und Vertretung geschäftskritisch sind. Stundensätze liegen bei Freelancern etwa 30 Prozent niedriger, die Gesamtkosten aber nur dann, wenn du die Koordination selbst übernimmst. Entscheidend ist nicht die Rechtsform, sondern wer die Umsetzung verantwortet.

    "Reicht nicht ein Freelancer?" ist eine der häufigsten Fragen, die uns Geschäftsführer stellen. Die ehrliche Antwort: oft ja. Aber nicht aus den Gründen, die im Angebotsvergleich stehen.

    Der eigentliche Unterschied ist nicht der Preis

    Ein SEO-Freelancer kostet zwischen 70 und 130 Euro pro Stunde, eine Agentur zwischen 110 und 180 Euro. Das ist ein Unterschied von rund einem Drittel. Wer daraus schließt, Freelancer seien ein Drittel günstiger, übersieht die zweite Rechnung: Wer koordiniert Entwickler, Texter und Designer, wenn eine Maßnahme drei Gewerke berührt?

    Bei einer Agentur ist diese Koordination im Preis. Beim Freelancer landet sie bei dir, meist bei der Geschäftsführung, also der teuersten Stunde im Haus.

    Vergleichsdiagramm: eine Person mit vier Aufgaben gegenüber vier Personen mit je einer Aufgabe
    Gleiche Aufgabenmenge, unterschiedliche Verteilung. Der Unterschied zeigt sich erst unter Last.

    Der direkte Vergleich

    KriteriumSEO-FreelancerSEO-Agentur
    Stundensatz70 bis 130 EUR110 bis 180 EUR
    Reaktionszeitabhängig von Auslastungvertraglich zugesichert
    Vertretung bei Ausfallkeineim Team abgedeckt
    UmsetzungstiefeBeratung, oft ohne EntwicklungStrategie, Text, Design, Technik
    Skalierungbegrenztplan- und aufstockbar
    Fachliche Tiefehäufig sehr hoch in einer Disziplinverteilt über mehrere Disziplinen
    Prozess und Dokumentationindividuellstandardisiert
    Eignungklar abgegrenzte Aufgabenmehrgewerkige Projekte

    Kernaussage
    Der Freelancer verkauft Zeit einer Person. Die Agentur verkauft die Verfügbarkeit eines Systems. Was du brauchst, hängt davon ab, ob deine Aufgabe eine Person oder ein System verlangt.

    Wann ein Freelancer die bessere Wahl ist

    • Deine Website ist technisch aktuell und wird von jemandem betreut, der Änderungen umsetzen kann.
    • Der Bedarf ist abgegrenzt: eine Keyword-Strategie, ein Audit, die Optimierung von zehn Bestandsseiten.
    • Du hast intern jemanden, der Texte schreibt oder redigiert.
    • Das Budget liegt unter rund 1.000 Euro im Monat. In dieser Größenordnung bekommst du beim Freelancer mehr echte Arbeitszeit.
    • Du willst Fachtiefe in genau einer Disziplin, etwa technisches SEO für einen komplexen Shop.

    Wann eine Agentur die bessere Wahl ist

    • SEO, Website und Marke müssen gleichzeitig bewegt werden.
    • Sichtbarkeit ist geschäftskritisch, ein Ausfall über zwei Wochen wäre ein Problem.
    • Es gibt mehrere Standorte, Sprachen oder Zielgruppen.
    • Du willst nicht koordinieren, sondern Ergebnisse abnehmen.
    • Interne Ressourcen für Text und Bild fehlen dauerhaft.

    Die falsche Frage ist, ob Freelancer oder Agentur. Die richtige ist, wer am Ende dafür geradesteht, dass die Änderung wirklich live geht.
    Josef Kujawski, Geschäftsführer Maluure GmbH

    Der Mischweg, den viele unterschätzen

    In der Praxis funktioniert häufig eine Kombination: Eine Agentur setzt Fundament und Struktur einmalig sauber auf, danach übernimmt ein Freelancer oder eine interne Kraft die laufende Pflege. Das senkt die dauerhaften Kosten deutlich, ohne dass die Basis leidet.

    Der Fehler dabei ist immer derselbe: Die Übergabe wird nicht dokumentiert. Ohne Maßnahmenplan, Zugänge und Begründungen fängt der Nachfolger von vorne an und die Ersparnis ist aufgebraucht.

    1. Fundament einmalig sauber bauen lassen, inklusive Dokumentation.
    2. Betreuung schlank halten, mit klar definierten Monatsleistungen.
    3. Einmal jährlich extern prüfen lassen, ob die Richtung noch stimmt.

    Praxisbeispiel: NSB Polymers

    NSB Polymers ist ein Industrieunternehmen mit erklärungsbedürftigen Produkten. Ausgangslage war ein Auftritt, der die technische Kompetenz nicht transportierte und für Suchmaschinen wie für Einkäufer schwer zu greifen war. Nötig waren gleichzeitig Markenarbeit, 3D-Visualisierung, UX und Entwicklung. Genau der Fall, in dem ein einzelner Dienstleister an Kapazität stößt: Nicht wegen fehlender Fähigkeit, sondern weil vier Disziplinen parallel Termindruck erzeugen. Nach dem Aufbau lief die laufende Pflege wieder deutlich schlanker.

    Digitaler Markenauftritt für NSB Polymers mit 3D-Visualisierung
    NSB Polymers, Branding, 3D und Web parallel entwickelt, umgesetzt von der Maluure GmbH

    Zur vollständigen Case Study: NSB Polymers →

    Die Fragen, die du beiden stellen solltest

    • Wer setzt die empfohlenen Änderungen technisch um, du oder wir?
    • Was passiert, wenn du zwei Wochen ausfällst?
    • Wie viele Stunden stecken in deinem Monatspaket?
    • Welche drei Maßnahmen würdest du bei uns zuerst angehen und warum?
    • Wie sieht dein Reporting aus, und steht darin auch, was nicht funktioniert hat?

    Wer auf die letzte Frage keine gute Antwort hat, liefert dir Rankinglisten statt Erkenntnissen.

    Kernaussage
    Vergleiche keine Stundensätze, sondern Verantwortlichkeiten. Der günstigere Anbieter ist der, bei dem weniger Arbeit bei dir hängen bleibt.

    Und wenn du dich nicht entscheiden kannst

    Dann starte mit dem kleinsten sinnvollen Schritt. Ein SEO Audit kostet bei beiden Modellen ähnlich viel und liefert dir eine Liste, mit der du selbst beurteilen kannst, ob du eine Person oder ein Team brauchst. Wie eine laufende Zusammenarbeit bei uns aussieht, steht auf der Seite SEO-Agentur Köln.

    Häufige Fragen

    Ist ein SEO-Freelancer günstiger als eine Agentur?+
    Im Stundensatz ja, meist 70 bis 130 Euro gegenüber 110 bis 180 Euro. In der Gesamtrechnung nur dann, wenn du die Koordination zwischen Technik, Text und Design selbst übernimmst.
    Ab welchem Budget lohnt sich eine SEO-Agentur?+
    Ab etwa 1.500 Euro im Monat lässt sich in einer Agentur ein Team sinnvoll auslasten. Darunter bekommst du bei einem Freelancer meist mehr tatsächliche Arbeitszeit für dein Geld.
    Kann ein Freelancer auch technisches SEO?+
    Viele Freelancer sind in einer Disziplin fachlich sehr tief, oft gerade in technischem SEO. Die Grenze liegt selten beim Können, sondern bei der gleichzeitigen Umsetzung mehrerer Gewerke.
    Was passiert, wenn mein SEO-Freelancer ausfällt?+
    Ohne Vertretungsregelung steht das Projekt still. Deshalb gehören Zugänge, Maßnahmenplan und Dokumentation von Anfang an in deine Hand, nicht nur in die des Dienstleisters.
    Kann ich Freelancer und Agentur kombinieren?+
    Ja, und in der Praxis ist das oft die wirtschaftlichste Variante. Die Agentur baut Fundament und Struktur einmalig, ein Freelancer oder eine interne Kraft übernimmt die laufende Pflege.
    Woran erkenne ich einen guten SEO-Dienstleister?+
    Daran, dass er nach deinem Geschäftsmodell fragt, bevor er über Keywords spricht, und dass er benennt, was er nicht übernimmt.
    Wie lange sollte ein SEO-Vertrag laufen?+
    Sechs Monate sind ein fairer Rahmen, weil vorher kaum belastbare Ergebnisse vorliegen. Laufzeiten über zwölf Monate ohne Ausstiegsoption sind unnötig.
    Brauche ich für Local SEO überhaupt eine Agentur?+
    Für ein einzelnes Ladengeschäft ist ein sauberes Setup oft in wenigen Tagen erledigt und intern pflegbar. Bei mehreren Standorten oder starkem Wettbewerb lohnt externe Unterstützung.
    #SEO#Agenturauswahl#Freelancer#Mittelstand
    Josef Kujawski
    Autor
    Josef Kujawski
    Geschäftsführer & Creative Director bei Maluure

    Josef leitet die strategische und gestalterische Entwicklung von Marken bei Maluure. Seit über einem Jahrzehnt begleitet er mittelständische Unternehmen von der Markenpositionierung bis zur digitalen Umsetzung.

    Geschäftsführer der Maluure GmbH, Köln. Spezialisiert auf Corporate Design, Markenstrategie und digitale Markenerlebnisse.

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